Radweg von Schmiedefeld nach Saalfeld in Planung

Ein Radweg von Schmiedefelder Leipziger Turm nach Saalfeld ist derzeit in Planung. Damit soll der Saale-Radwanderweg mit dem Rennsteig-Radwanderweg verbunden werden. Das sagte am Rande der Einweihung des Thüringen-Quizes am Reichmannsdorfer Kirchplatz am Montag Mirko Landrock vom Schmiedefelder Tourismusbüro, der auch in der AG Radverkehr im Landratsamt mitarbeitet. Möglicherweise könnte noch dieses Jahr die ersten Fahrten stattfinden. Der Radweg würde vor allem auf bereits bestehenden Wegen aufbauen und geht auf einen Vorschlag von Schülern des Böll-Gymnasiums zurück. Allerdings sei keine von den Schülern vorgeschlagene Mountainbike-Strecke möglich. In den nächsten Wochen sei laut Landrock geplant, die Strecke testweise abzufahren. Perspektivisch soll der Weg über Piesau bis nach Ernstthal führten.

Reichmannsdorfs Bürgermeister Christian Jahn (Unabhängige) wusste offenbar noch nichts von dem Vorhaben und hatte bereits eigene Recherchen für einen Radwanderweg anstellen lassen. Im Beisein von Wirtschafts- und Tourismusminister Jürgen Reinholz (CDU) schlug er eine Anbindung der Rennsteigregion an das Städtedreieck über einen Radwanderweg vor. So seien beim Ausbau der B 281 in Reichmannsdorf etwa neue Gehwege am Porzellanmuseum vorgesehen, die dafür genutzt werden könnten. “Am Wochenende ist die Bundesstraße von Radfahrern belegt”, habe Jahn beobachtet. Mit einem neuen Radwanderweg könnte zudem auch der Verkehr auf der Bundesstraße entlastet werden. Nach seiner Aussage fehlen noch rund 300 Meter Weg hinter der Diskothek Gollup als Lückenschluss für einen Weg zur Morassina.

Reinholz schlug vor, dass die beteiligten Kommunen sich dazu in einer Interessengemeinschaft zusammenschließen könnten. Eher skeptisch stand der Minister einem Vorschlag von Schmiedefelds Bürgermeister Hanno Leidel (parteilos). Er sieht in einer Hotelanlage, etwa für Tagungshotel, mit Sauna oder Sportanlagen eine Möglichkeit, dass mehr Touristen gezielt über Saalfeld hinaus in die Lichtetal-Region fahren. “In der Region gibt es kein Hotel mit 50 oder 60 Betten. Das gibt es nur im Städtedreieck”, sagte er. Leidel kritisierte auch die Ablehnung des Antrages, Schmiedefeld als Luftkurort aufzuwerten. Ein nicht erfülltes Kriterium war die fehlende Zahl an Übernachtungsmöglichkeiten. “Wir wussten zwar, dass wir die Voraussetzungen nicht erfüllen, aber jeder muss klein anfangen”, erklärte Leidel.
Quelle: OTZ

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