Glückliche Umstände haben der Stadt Heiligenstadt die Möglichkeit eröffnet, den Bau des Radweges nach Geisleden voranzutreiben. Die finan- ziellen Mittel wurden gestern per Beschluss des Stadtrates außerplanmäßig bereitgestellt.150 000 Euro wird der neue straßenbegleitende Radweg zwischen Heiligenstadt und Geisleden kosten. Bisher aber konnte das Straßenbauamt Nordthüringen die Finanzierung nicht gewährleisten. Anfang September erreichte die Stadt die Nachricht, dass eine andere Maßnahme im Gebiet des Straßenbauamtes nicht zustande kam, nun 120 000 Euro Fördermittel zur Verfügung stünden. 5000 Euro gibt es von der Gemeinde Geisleden, 25 000 Euro steuert Heiligenstadt als Eigenanteil bei. Diese könnten durch Mehreinnahmen aus dem Wasser- und Abwasserzweckverband gedeckt werden.Zudem wurde gestern im Stadtrat der Entwurf für den Haushaltsplan 2008 eingebracht. 18,9 Millionen Euro wird der Verwaltungshaushalt zur Verfügung haben, 3,7 Millionen sind im Vermögenshaushalt eingeplant. Bürgermeister Bernd Beck teilte mit, dass weder die Hebesätze noch die Gewerbesteuer erhöht würden. Man verspreche sich durch das Gewerbegebiet an der A 38 eine höhere Einnahme bei den Gewerbesteuern. Es liefen bereits Verhandlungen mit verschiedenen Investoren.
Beträgt die Rücklage Ende diesen Jahres 1,5 Millionen Euro, so müssten 200 000 Euro entnommen werden, hieß es weiter. Trotzdem rechne man damit, dass die Rücklage der Stadt bis zum Jahr 2011 auf etwa 1,9 Millionen anwachsen werde. Zum 31. Dezember 2007 betrage der Schuldenstand der Stadt noch 21,9 Millionen. Laut Haushaltsentwurf solle dieser im nächsten Jahr um 1,1 Millionen vermindert werden. “Damit sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung auf 1210 Euro pro Einwohner”, so Beck.
Größere Investitionen seien für das kommende Jahr nicht geplant. Sämtliche begonnenen Maßnahmen werden zu Ende gebracht. Dazu zählten beispielsweise das Kurhotel, die Sanierung der Bahnhofstraße sowie der Rengelröder Beberstraße. Auf der Liste stehen weiterhin die Spielplätze in Kalteneber und Günterode sowie die Fertigstellung der Stadthalle, des Kindergartens Mischka sowie des Bauhofes. Der Entwurf wurde gestern den Fraktionen und Ausschüssen übergeben.
Quelle: TA Eichsfeld
Einen neuen Vorstoß für den geplanten Radweg zwischen Ershausen und Martinfeld haben jetzt die Gemeinden vor allem auf Drängen von Radfahrern, Eltern von Schulkindern und Ausflüglern unternommen. Einwände von Umwelt- und Wasserbehörden hatten den ursprünglich für dieses Jahr vorgesehenen Baubeginn verhindert. Nun muss eine Untersuchung zum Natur- und Artenschutz abgewartet werden.Der kurze, scharfe Ruf des Eisvogels, der auch an der Rosoppe zwischen Ershausen und Martinfeld heimisch ist, hat Naturschützer und Eichsfelder Ornithologen auf die Tagesordnung gerufen.
Alarm geschlagen haben Umwelt- und Wasserbehörden in dem Moment, als der Radweg neben dem Bachlauf im Begriff war, konkrete Formen anzunehmen. Das Projekt befand sich bereits kurz vor der Ausschreibung und sollte eigentlich in diesem Jahr umgesetzt werden (TA berichtete).Weil noch immer die Trassenführung in Frage steht, hat sich Ronald Leonhardt als Bürgermeister der Einheitsgemeinde Schimberg an die Landesregierung in Erfurt gewandt und abermals auf die Dringlichkeit des Rad- und Wanderweges im Südeichsfeld hingewiesen.
Andererseits habe die Gemeinde allein in den Grundstückserwerb bereits etwa 16 000 Euro investiert, erinnert
Leonhardt. Bei einem Vor-Ort-Termin zwischen Vertretern des Umweltministeriums, des Straßenbauamtes, der Kommunen, Planungsbüros und des Umweltamtes verständigte man sich jetzt in Ershausen auf eine weitere Untersuchung bezüglich der Umwelt- und Naturschutzbelange entlang der Rosoppe. Darin soll es nun um einen konkreten Nachweis von Nistplätzen des Eisvogels gehen. “Wir suchen nach Möglichkeiten, um das Vorhaben endlich angehen zu können”, sagte Leonhardt. Man habe lange genug auf die massiven Gefahren für Radfahrer und Fußgänger besonders in den Kurven zwischen Martinfeld und Ershausen hingewiesen. Die Dringlichkeit sei auch vom Straßenbauamt Nordthüringen erkannt und eine Trassenführung entlang der Rosoppe geplant worden. Es helfe wenig, wenn erst etwas passieren müsse, warnt Leonhardt vor einem weiteren Aufschub. Man müsse endlich Prioritäten setzen.
Quelle: TA
Seit Montag laufen wieder Fahrräder vom Band des von den Beschäftigten besetzten Nordhäuser Fahrradwerks «bike systems». Die knallroten Fahrrädern werden als «Strike Bikes» verkauft und weisen
zwei Besonderheiten auf.
Seit Montag laufen wieder Fahrräder vom Band des von den Beschäftigten besetzten Nordhäuser Fahrradwerks «bike systems». Die knallroten Fahrrädern werden als «Strike Bikes» verkauft und weisen zwei Besonderheiten auf: Sie werden nur in einer limitierten Auflage von 1805 Stück hergestellt, und es handelt sich um ein von der Belegschaft des Betriebs in eigener Regie entworfenes und hergestelltes Produkt.
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Bei einem Arbeitstreffen diskutierten die Gründer der Ökumenischen Initiative Pro Rad letzte Woche über die zukünftige Arbeit. Ihren Forderungskatalog, im Februar dem Schmalkalder Bürgermeister zugestellt, könnte sie mit fast genau dem gleichen Inhalt noch einmal abschicken, sagte Steffen Klug. „Weil sich nicht viel getan hat seit einem dreiviertel Jahr.“
Für Manfred Schreiber ist klar: „Nachdem der Forderungskatalog immer zurückkam, müssen wir was machen.“ Er denke an Aktionen zivilen Ungehorsams wie eine regelmäßige Blockade der Recklinghäuser Straße, um nachdrücklich auf die Belange der Radfahrer hinzuweisen. Weil man dafür „ein breites Kreuz braucht“, hält Klug eine neue Struktur für notwendig. „Wenn wir mehr Richtung Protest gehen, brauchen wir eine andere Basis“, so Klug.
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Es steht kein Pferd, aber ein Rad im Rathaus-Flur und ein zweites gleich daneben. Eins für Damen, das andere für Herren. „Das sind die neuen Dienstfahrzeuge“, erklärt Bad Salzungens Bürgermeister Klaus Bohl (Freie Wähler). Seit Anfang Juli ist der städtische Fuhrpark um diese beiden Zweiräder reicher. Doch nicht nur das. Im Schrank liegt das nötige Zubehör: ein hellblauer und ein lila Fahrradhelm, ein Tasche für Akten und eine Pelerine, wenn‘s plötzlich auf Diensttour vom Himmel schütten sollte. Lesen Sie mehr von ‘Fahrradfreundliche Stadt | Dabei treten Mitarbeiter der Bad Salzunger Stadtverwaltung zuerst in die Pedalen’
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