Radwege und Tagestouren in Thüringen

Monthly Archive for September, 2007

Strike-Bike vorbestellen - Bike Systems Nordhausen kämpft ums überleben

Damen Strike-Bike - Foto: Bike Systems GmbHBis nächsten Dienstag bleibt noch Zeit, dann müssen die Kollegen des besetzten Fahrradwerks in Nordhausen wissen, ob die Produktion der Strike Bikes anlaufen kann. Eintausend achthundert Räder müssen bis dahin vorbestellt sein.

Ihr könnt das Fahrrad direkt und online bei Strike Bike zum Preis von 275,- Euro bestellen. Das Rad kommt per Paket zu Euch, Ihr müsst lediglich die Pedalen anschrauben, den Sattel fixieren und den Lenker einstellen.

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Strike-Bikes aus besetzter Fahrradfabrik in Nordhausen

275 Euro inklusive Versand Foto: Bike Systems GmbHEs klingt unglaublich, doch es ist wahr: die 120 Arbeiterinnen und Arbeiter aus der besetzten Fahrradfabrik Bike-Systems in Nordhausen lassen sich auch nach mehr als 70 Tagen Werksbesetzung nicht entmutigen. Jetzt setzen sie sogar noch einen drauf und fangen an auf eigene Faust Fahrräder zu produzieren!
Eine limitierte Serie von 1800 Strike-Bikes in feuerrot wartet auf AbnehmerInnen.

Erste Abnehmer waren die Fraktionen der SPD und der Grünen im Thüringer Landtag. Weitere Fraktionen wollen ebenfalls folgen.

Bereits Ende August hatte die Neue Nordhäuser Zeitung über mögliche Interessenten für die Weiterführung der Produktion berichtet. Es gibt dieses Interessenten-Trio um Gerhard Urbanek immer noch. Mehr noch: Sie haben nicht nur ein Konzept, das sie Anfang September an die Herren Wutzke und Comes nach Erfurt geschickt haben, sie könnten nach Informationen von Jürgen Metz, dem Anwalt des Bike-Systems-Betriebsrates, am 1. März 2008 mit der Fahrrad-Produktion loslegen. Bestellungen für 77.000 Räder sollen die Herren Urbanek und Co. in der Tasche haben. Heute und morgen wird sich Metz mit der „Urbanek-Gruppe“ zu weiteren Gesprächen treffen. Übrigens: Eine Antwort vom Insovenzverwalter haben die Herren noch nicht erhalten.

Und es kommt noch besser. Bei Anwalt Metz haben sich jetzt weitere Interessenten gemeldet, die im Rahmen der Streike-Bike-Aktion (nnz berichtete) auf das Unternehmen in Nordhausen aufmerksam geworden sind. Sie wollen 20.000 Fahrräder produzieren lassen. Aber: Allen Beteiligten ist klar, dass ein mitarbeitergeführtes Unternehmen auf Dauer keine Chance am Markt haben wird. Die Aufmerksamkeit, die die 135 Beschäftigten erreicht haben, bezeichnet Metz jedoch als phänomenal.

Für Jürgen Metz kommen weitere, für ihn nicht nachzuvollziehende Moment hinzu. Im Zuge der Verhandlungen zum Interessenausgleich soll der vorläufige Insolvenzverwalter mitgeteilt haben, dass er ein lastiges Verfahren in Richtung Mifa und Lone Star nicht für erfolgversprechend halte.

Für einen richtigen Schritt hält Jürgen Metz im nnz-Gespräch allerdings den Gang in eine Transfergesellschaft. So könnten die Mitarbeiter ab dem 1. November, dem eventuellen Termin des Insolvenzverfahrens, nicht arbeitslos werden, sondern in der Transfergesellschaft qualifiziert werden. Zum Beispiel für die Produktion, die am 1. März kommenden Jahres starten soll. Die, so berichtete die nnz Ende August, bestehe eben nicht nur aus dem Montieren der Drahtesel, sondern aus weiteren Produktionsfeldern.

Quelle: nnz

Herzlichen Glückwunsch Zeifahrweltmeisterin Hanka Kupfernagel

Hanka Kupfernagel auf Titelkurs ©dpaÜberraschung in Stuttgart: Die 33-jährige Hanka Kupfernagel hat das Einzelzeitfahren bei der Straßenrad-WM für sich entschieden. “Ich habe alles gegeben. Es war nichts mehr übrig”, freute sich die Thüringerin.
Hanka Kupfernagel ist in goldenen Schuhen zum Sieg im Einzelzeitfahren gerast und hat den Gastgebern bei der Straßenrad-WM in Stuttgart einen glänzenden Auftakt beschert. Die 33-Jährige setzte sich vor der US-Amerikanerin Kristin Armstrong (plus 23,47 Sekunden) und der Österreicherin Christiane Söder (plus 41,53) an die Spitze.

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Tourismusverbände beraten Kooperation - Verbindendes Element ist die Saale - Marke Saaleland soll erhalten werden

Auf Initiative des Landrates im Saale-Orla-Kreis, Frank Rosner, berieten in der vorigen Woche Vertreter der Tourismusverbände Saale-Rennsteig-Seenland und Jena-Saale-Holzland in Wurzbach über Möglichkeiten einer überregionalen Zusammenarbeit. “Das verbindende Element zwischen den Tourismusregionen ist die Saale”, berichteten Kornelia Brauer und Walter A. Eckert vom hiesigen Verband. “So bietet sich eine Zusammenarbeit unter dem Motto ´Saale aktiv´ im Bereich Wassertouristik auf der Saale und Radwandern auf dem Saale-Radwanderweg geradezu an. Der Gast interessiert sich nicht für Kreisgrenzen, sondern für das touristische Angebot an sich.” Anwesende touristische Leistungsanbieter schätzten ein, dass eine Zusammenarbeit längst überfällig ist. Es wird angestrebt, gemeinsam buchbare Angebote zu entwickeln, ein professionelles Tourismusmarketing zu betreiben und die touristische Infrastruktur zu
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Lebensretter Helm - Nur jeder zehnte Radfahrer schützt seinen Kopf

29 Millionen Deutsche steigen mindestens ein Mal pro Woche auf ihr Rad. Nur ein Bruchteil nutzt Fahrradhelme.

Für Thomas Müller aus Leipzig war ein Fahrradhelm kein Thema - bis ihm eine ebenfalls radfahrende Postbotin die Vorfahrt nahm. Die Aufprallwucht katapultierte ihn über den Lenker:

“Bin dann eben mit dem Kopf gelandet, auf dem Asphalt, der glücklicherweise feucht war, weil es regnete. Sodass ich dann eigentlich schön geschlittert bin über den Asphalt, aber eben mit dem Kopf zuerst aufgekommen bin, auf das Gesicht. Von oben von der Stirn beginnend, runter über Nase bin hin zum Kinn, das alles schön offen war.”

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